Wir möchten Sie über die wichtigsten laufenden und geplanten Arbeiten beim Bund informieren.

 

Sehr geehrte Damen und Herren

Am 25. September 2015 hat die Staatengemeinschaft am UNO-Sondergipfel die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Agenda 2030) verabschiedet. Sie bildet den universellen Referenzrahmen für nachhaltige Entwicklung – auch für die Schweiz. Die Arbeiten für die systematische Umsetzung der Agenda 2030 auf Bundesebene haben im Frühjahr 2016 begonnen, worüber wir Sie im Rahmen des Dialogs 2030 für nachhaltige Entwicklung vom 22. April 2016 informiert haben. Bereits jetzt tragen zahlreiche Aktivitäten zur Umsetzung der Agenda bei. Bis Anfang 2018 werden die organisatorischen und prozeduralen Vorkehrungen für Koordination, Monitoring, Reporting und strategische Planung abgeschlossen sein.

Wir möchten Sie in dieser E-Mail über die wichtigsten laufenden und geplanten Arbeiten beim Bund informieren. Ab 2017 werden wir in weiteren Informations-E-Mails über wichtige Aktivitäten berichten. Falls Sie diese Informations-E-Mails künftig nicht mehr erhalten möchten, können Sie sich mit einer Antwort auf diese Nachricht abmelden.

Themen:
1. Stand bundesinterne Arbeiten
2. Zusammenarbeit Bund – Stakeholder (Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft) und Dialog 2030
3. Web-Plattform www.agenda2030.admin.ch

 

1. Stand bundesinterne Arbeiten

Der Schwerpunkt der bundesinternen Arbeiten liegt auf einer Bestandsaufnahme zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) sowie deren 169 Zielvorgaben (Targets). Ziel der Bestandsaufnahme ist zu klären, wo die Schweiz in der Umsetzung der SDGs steht und welche weiteren Aktivitäten notwendig sein werden, um die Ziele bis 2030 zu erreichen. Die Umsetzung der SDGs durch die Schweiz umfasst die nationale Ebene (Umsetzung in der Schweiz) sowie die Beiträge der Schweiz zur Erreichung der SDGs auf internationaler Ebene. Dabei werden auch die Auswirkungen der Politiken der Schweiz auf andere Länder berücksichtigt. Ausserdem wird zur Prüfung der Politikkohärenz ein besonderes Augenmerk auf die Wechselwirkungen zwischen den Targets und den entsprechenden Massnahmen gelegt. Zur Überprüfung der künftigen Fortschritte wird das Indikatorensystem MONET erweitert.
Die Bestandsaufnahme umfasst neben den Aktivitäten des Bundes auch die Beiträge von Kantonen, Gemeinden und Stakeholdern. Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme werden für jedes der 169 Targets in einem Informationsblatt aufgeführt. Zu diese Target-Informationen wird im Frühjahr 2017 eine Konsultation stattfinden.
Basierend auf den Target-Informationen wird ein Bericht zur Umsetzung der Agenda 2030 durch die Schweiz erstellt. Der Bericht ist öffentlich und dient auch der Berichterstattung gegenüber der UNO. Er wird 2018 am High Level Political Forum on Sustainable Development (HLPF) der UNO präsentiert.

 

2. Zusammenarbeit Bund – Stakeholder (Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft) und Dialog 2030

Nachhaltige Entwicklung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dies erfordert neben einem koordinierten Zusammenwirken der drei Staatsebenen auch eine gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft. Für die Sicherstellung einer möglichst wirkungsvollen Zusammenarbeit wurde eine Stakeholder-Begleitgruppe gegründet, deren Zusammensetzung an die Vertretungen in dem von Botschafter Michael Gerber geleiteten Post-2015-Prozess (2012-2015) anknüpft:
• Economiesuisse / Internationale Handelskammer Schweiz (ICC Switzerland): Thomas Pletscher
• Verband für nachhaltiges Wirtschaften ÖBU: Seta Thakur
• Alliance Sud: Mark Herkenrath
• Caritas Schweiz: Marianne Hochuli
• Umweltallianz / Pro Natura: Friedrich Wulf
• Akademien der Wissenschaften Schweiz: Peter Messerli
• Weitere Vertretung Wissenschaft: wird demnächst bestimmt

Zweck der Begleitgruppe ist die gemeinsame Diskussion und Abstimmung der Zusammenarbeit zwischen Stakeholdern und der Bundesverwaltung für die Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer SDGs. Die Begleitgruppe soll längerfristig bestehen und sich mit den Verfahren und Inhalten der Zusammenarbeit Bund-Stakeholder sowie mit den Konsultationen zu den Produkten des Bundesrats (Berichterstattung, Strategie Nachhaltige Entwicklung) befassen. In der Begleitgruppe werden jedoch keine sachpolitischen Fragen geklärt.
Die Mitglieder der Begleitgruppe sind die zentrale Koordinationsstelle ihrer jeweiligen Gesellschaftsbereiche (Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft). In einer ersten Sitzung Anfang 2017 werden wir das generelle Vorgehen für die Gestaltung der Zusammenarbeit klären. Dies beinhaltet auch das Vorgehen und die Inhalte der Konsultationen, den Ausweis der Umsetzungsbeiträge der Stakeholder zu den SDGs und die Zusammenarbeit mit Schlüsselorganisationen zur Abstimmung der verschiedenen Aktivitäten und Initiativen.
Nach der Abstimmung mit der Begleitgruppe werden wir Sie im Februar 2017 über das weitere Vorgehen sowie über die vorgesehenen Konsultationen informieren. Die Konsultation zu den Target-Informationen (siehe Punkt 1) findet im Frühjahr 2017 statt. Ebenfalls sind weitere Informations- und Austauschveranstaltungen im Rahmen des Dialogs 2030 für nachhaltige Entwicklung vorgesehen.

 

3. Web-Plattform www.agenda2030.admin.ch

Wichtige Informationen zur Agenda 2030 und zu den nationalen und internationalen Aktivitäten der Schweiz finden Sie auf der Web-Plattform des Bundes. Ab ca. Mitte Februar 2017 werden Sie hier auch die Informationen über die künftigen Veranstaltungen des Dialogs 2030, die Zusammenarbeit und die Konsultationen finden.

Falls Sie weitere Auskünfte wünschen oder ein Anliegen haben, zögern Sie nicht, uns unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder telefonisch bei Herrn Till Berger (Koordinator Strategie Nachhaltige Entwicklung) unter der Nummer 058 465 48 44 zu kontaktieren.

Freundliche Grüsse 
Arbeitsgruppe Agenda 2030

 

Mitglieder:

Bundesamt für Raumentwicklung ARE
Politische Direktion des EDA (Abteilung Sektorielle Aussenpolitiken ASA)
Bundesamt für Umwelt BAFU
Bundesamt für Gesundheit BAG
Bundesamt für Statistik BFS
Bundeskanzlei BK
Bundesamt für Landwirtschaft BLW
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA

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